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TU Berlin

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Arbeitsgruppen

1. Institutionalisierung durch Universitätsleitung und Wissenschaftsmanagement

Hochschulleitungen und Wissenschaftsmanagement spielen eine zentrale Rolle bei der Institutionalisierung von Transdisziplinarität. Top-down Strategien, können Institutionalisierungsschritte ermöglichen und Sichtbarkeit für transdisziplinäres Arbeiten fördern. „Ownership“ durch die Leitungsebene erhöht die Reputation transdisziplinärer Arbeit sowie die öffentliche Wahrnehmung. Das Wissenschaftsmanagement kann bei Implementations- und Integrationsprozessen unterstützen und internes Wissensmanagement aktiv befördern. Ziel ist es, die Besonderheiten von transdisziplinärem Arbeiten systematisch in die bestehenden institutionellen Strukturen und Verfahren, wie Promotionsprogramme, interne Forschungsförderungen, Ausschreibung von Professuren etc. zu berücksichtigen. Fragen für die Arbeitsgruppe sind: Was sind die Voraussetzungen für eine solche Strategie? Welche Erfahrungen gibt es mit top-down Strategien? Welche Chancen hat ein solcher Ansatz und was ist daran kritisch zu sehen?

Moderation: Dr. Gabriele Wendorf, Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

Impulse: Theres Paulsen, td-net Akademien der Wissenschaften Schweiz; Prof. Dr. Daniel Lang, Leuphana Universität Lüneburg; Prof. Dr. Annette Bögle, HafenCity Universität Hamburg (HCU)

 

2. Aufgreifen von gesellschaftlichen Fragen an den Universitäten

Die Rolle der Wissenschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Demokratische Gesellschaften fordern neue Modelle der Wissensproduktion – dazu zählen zunehmend kooperative Ansätze im Kontext transdisziplinären Forschens. Transfer und Third Mission werden in den Hochschulen zur wichtigen Regelaufgabe. Die Zahl der Ansätze zur Öffnung für die Gesellschaft nimmt zu. Wir wollen diskutieren, welche neuen Transfereinrichtungen und Transferverständnisse das Aufgreifen von gesellschaftlichen Fragen befördern, welche „alten“ Ideen und Einrichtungen zu neuer Blüte gelangen können und vorstellen, welchen neuen Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entstehen.

Moderation: Dr. Kathrin Wieck,TU Berlin

Impuls: Andrea Frank, Programmbereich "Forschung, Transfer und Wissenschaftsdialog" Stifterverband; Steffi Ober, Naturschutzbund Deutschland e.V., Leiterin Ökonomie und Forschungspolitik, Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende; Gisela Prystav und Frank Becker, kubus, Netzwerk Wissenschaftsläden

 

3. Institutionalisierung von Transdisziplinarität in der Forschung

In dieser Arbeitsgruppe findet ein Austausch darüber statt, wie transdisziplinäre Forschung an Universitäten institutionell unterstützt werden kann. Da sie (an den meisten Universitäten) weiterhin quer zu den vorherrschenden disziplinären Strukturen und der Organisation in Fakultäten stattfindet und die Anreizstrukturen wenig ausgeprägt sind (z.B. Professuren, wissenschaftlicher Status), erscheint eine derartige Unterstützung dringend notwendig. Hierzu kann das Angebot entsprechender Weiterbildungen/Summer Schools zu Methoden transdisziplinärer Forschung mit dem Ziel der Qualitätssicherung ebenso gehören, wie die Organisation eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs zwischen Wissenschaftler*innen, die transdisziplinäre Forschung betreiben. Die Antragstellung von inter- und transdisziplinären Forschungsgruppen kann gezielt angeregt, moderiert und unterstützt werden. Weiterhin kann der Stellenwert von transdisziplinäre Forschung durch entsprechende Anerkennung der transdisziplinär Forschenden (z.B. Berichterstattung, Vergabe von Preisen, Präsentation in Form von Ausstellungen) gestärkt werden.

Moderation: Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

Impulse: Dr. Antonietta Di Giulio und Fürspr. Rico Defila, Forschungsgruppe Inter-/ Transdisziplinarität, Universität Basel; Prof. Dr. Karoline Augenstein, TransZent Bergische Universität Wuppertal

 

4. Institutionalisierung von Transdisziplinarität in der Lehre

Die Förderung von Expertise in grenzüberschreitendem Arbeiten zählt zu den vorrangigen Aufgaben von Universitäten angesichts der sich wandelnden Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Um künftige Generationen von Akademiker*innen auf transdisziplinäres Arbeiten vorzubereiten, besteht dringender Handlungsbedarf in der Adaptation der universitären Lehre. Dazu zählen die Neuausrichtung von Studiengängen, in denen Studierende die Reflexion der Rolle von Wissenschaft in der Gesellschaft ermöglicht und theoretisches sowie methodisches Wissen für kooperatives Forschen vermittelt wird. Um von einem Fach- und Orientierungswissen auch zu einem Orientierungskönnen zu gelangen, kommt dem Schaffen von Räumen des Experimentierens mit transdisziplinärer Forschung eine besondere Bedeutung zu. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer*innen werden in dieser Arbeitsgruppe Strategien zur Implementierung von Disziplinen überschreitenden und transdisziplinären Lernräumen zusammengeführt.

Moderation: Dr. Thorsten Philipp, TU Berlin

Impulse: Dr. Christian Pohl, USYS TdLab, Departement Umweltsystemwissenschaften, ETH Zürich; Mag. Lisa Bohunovsky, Universität für Bodenkultur, Zentrum Globaler Wandel und Nachhaltigkeit; Prof. Dr. Karen van den Berg, Zeppelin Universität Friedrichshafen

 

5. Evaluation transdisziplinärer Forschung

Die Institutionalisierung neuer Ziele zur Steuerung wissenschaftlicher Wissensproduktion zieht unweigerlich die Frage nach ihrer Evaluation nach sich; so auch im Fall von Transdisziplinarität. Wie kann die Erreichung des Ziels transdisziplinärer Forschung erfasst und bewertet werden? Gibt es identifizierbare beschreibende Qualitäten von Transdisziplinarität, die eine valide und reliable Operationalisierung ermöglichen, oder sind es eher prozessbezogene Aspekte, die formative Evaluationsverfahren nahelegen? Neben der Frage nach der Möglichkeit von Evaluation stellt sich auch die nach dem Sollen. Ist es überhaupt sinnvoll Transdisziplinarität zu evaluieren und inwiefern ziehen Evaluationen nichtintendierte Folgen nach sich?

Transdisziplinarität impliziert, ebenso wie Transfer oder translationsorientierte Vorhaben, die Einbindung und Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Sie alle erfolgen in heterogenen Kooperationen beispielsweise in Verbundkonstellationen. Eine Institutionalisierung von Transdisziplinarität erfordert somit Diversität in Kooperationen bzw. Verbünden auf Dauer zu stellen. Heterogene Kooperationen zu stabilisieren, ohne einer schlichten Assimilation und Homogenisierung Vorschub zu leisten, ist eine noch unbekannte Herausforderung. Mit der Berlin University Alliance, die im Rahmen der Exzellenzstrategie verstetigt werden soll, stellt sich ganz akut die Frage, welche Transdisziplinaritäts- und Evaluationsanforderungen mit dieser Verbundkonstellation einhergehen. 
In dieser Arbeitsgruppe wollen wir versuchen uns ausgehend von kollaborativen Arbeitspraxen den Bedingungen der Möglichkeit einer Evaluation von Transdisziplinarität zu nähern, in dem wir folgenden Fragen nachgehen: Welche Merkmale kennzeichnen transdisziplinäre, transferorientierte und translationale Kooperationen, Kollaborationen und Verbünde. Im Austausch mit den Teilnehmer*innen wollen wir erörtern, was gelungene oder auch misslungene Transdisziplinariät, Translation bzw. (un)ergiebigen Transfer ausmacht und auf dieser Basis erste Ansätze für Qualitätskriterien des Zusammenwirkens in heterogenen Kooperationen und Verbünden entwickeln.

Moderation: Dr. Cornelia Schendzielorz, Robert K. Merton Zentrum, Humboldt-Universität zu Berlin

Impulse: Prof. Tanja Bogusz, Universität Kassel, Soziologie sozialer Disparitäten, Dr. Sabine Hoffmann EAWAG, Schweiz, Group & Cluster Leader Inter- and Transdisciplinary Research (ITD), Department of Environmental Social Sciences (ESS), Dr. Tim Flink, Robert K. Merton Zentrum, Humboldt-Universität zu Berlin, Wissenschaftsforschung

 

 

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