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TU Berlin

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Fachtagung „Transdisziplinarität als institutionelle Herausforderung für Universitäten“

am 15.-16. Juni 2021 - eine online Fachtagung
______________________________________

Veranstalter

Präsidium der Technischen Universität Berlin,
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG),
td-net Schweiz (Network for Transdisciplinary Research)

Lupe

 

Anmeldung

Für die Anmeldung zur Fachtagung klicken Sie bitte hier.
Die Teilnahme ist kostenlos. 

Call for posters

Wir suchen nach guten Beispielen oder innovativen Ideen, die die Institutionalisierung von Transdisziplinarität in Lehre und Forschung an Universitäten voranbringen. Dabei können sowohl erfolgreiche Modellprojekte, wie auch lehrreiche, gescheiterte Erfahrungen präsentiert werden.

Hierfür ist im Programm der Marktplatz vorgesehen, auch ein aktiver Beitrag in den Arbeitsgruppen zu den Schwerpunktthemen ist erwünscht. 

Bitte reichen Sie Ihren Vorschlag (Abstract mit max. 100 Wörter)
bis zum 20.5. hier ein.

 

 

Inhalte der Fachtagung

Transdisziplinarität wird im deutschsprachigen Raum ein immer wichtigeres Thema. Große gesellschaftliche Herausforderungen benötigen neue Forschungsansätze und innovative Konzepte, um Forschung gesellschaftlich zu verankern. Transfer wird zunehmend zirkulär verstanden und ein Wissensaustausch mit gesellschaftlichen Akteuren und staatlichen wie nicht-staatlichen Institutionen zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungsansätzen angestrebt. Damit einher gehen eine Vielzahl von Fragestellungen, welche die epistemische Qualität und politische Legitimität unterschiedlicher Wissensformen ebenso betreffen wie grundlegende Fragen gesellschaftlicher Ordnungen und Aufgabenteilungen. Zunehmend formen sich Denk- und Handlungsräume an den Rändern von und zwischen etablierten Institutionen als Ausdruck von gegenwärtigen Ordnungsverschiebungen. An die Stelle von statischen Gebilden treten temporäre, fluide Räume, in denen Wissen auf neue Arten und Weisen produziert, rezipiert, verhandelt und verwandelt wird.

Universitäten sind in diesem gesellschaftlichen Transformationsprozess in besonderem Maße gefordert. Denn zum einen sind sie zentrale Akteure in Lehre und Forschung und bei der Qualifikation von Nachwuchswissenschaftler*innen, zum anderen haben sie eine Vorrangstellung in der Wissensproduktion, die auf Spezialisierung und Ausdifferenzierung beruht. Einige Universitäten, wie die Leuphana Universität und die TU Berlin, haben in verschiedenen Schritten eine Öffnung hin zu kooperativen Räumen des transdisziplinären Forschens vollzogen und Transdisziplinarität institutionell auf der Leitungsebene sowie in Forschung und Lehre verankert. Auch weitere Universitäten stellen sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten dieser Herausforderung und erproben neue institutionelle Formate. Vielfältige Förderprogramme und Stiftungen unterstützen transdisziplinäre Forschung auf nationaler und europäischer Ebene. Dabei haben sich einige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen mit einem starken Anwendungsbezug in diesem Feld spezialisieren können. An Universitäten besteht dringender Handlungsbedarf.

Im Rahmen der Fachtagung sollen Erfahrungen mit der Institutionalisierung von Transdisziplinarität in universitären Strukturen aus dem deutschsprachigen Raum mit Vertreter_innen aus Wissenschaft, Wissenschaftsmanagement, Fördermittelgebern und wissenschaftsnahen Organisationen diskutiert und Empfehlungen für unterschiedliche Akteursgruppen abgeleitet werden. Unter Institutionalisierung wird dabei verstanden, dass transdisziplinäre Forschung dauerhaft Teil der formalen und informalen universitären Strukturen, Regeln und Diskurse wird, einschließlich Mechanismen der Anerkennung und der Qualitätssicherung.

Schwerpunkte

Neben Inputs und Podiumsdiskussionen im Plenum werden zentrale Herausforderungen und Handlungsbedarfe in Arbeitsgruppen erarbeitet und Beispiele aus der universitären Praxis zur Institutionalisierungsansätzen präsentiert.

Folgende Schwerpunkte strukturieren die Tagung:

  • Wie kann die Institutionalisierung von Transdisziplinarität von der Leitungsebene und dem Universitätsmanagement vorangebracht werden? (z.B. Leitlinien, Stabsstellen, Beiräte/ Kuratorien, Einrichtung von Zentren, Öffentlichkeitsarbeit, Anerkennungsmechanismen)?

  • Welche institutionalisierten Formate sind geeignet, um gesellschaftliche Forschungsbedarfe aufgreifen und unterschiedliche Akteursgruppen einbeziehen zu können?

  • Wie kann die konzeptionell-methodische Unterstützung transdisziplinärer Forschung institutionalisiert werden (z.B. Weiterbildungen, Unterstützung bei der Konstitution und der Arbeit transdisziplinärer Verbünde, Begleitforschung)?

  • Wie kann Transdisziplinarität in der Lehre verankert werden (z.B. Graduiertenkollegs, Lehrforschungsprojekte)?

  • Welche Akteure unterstützen eine Institutionalisierung von Transdisziplinarität an Universitäten (z.B. Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, staatliche und nicht-staatliche Institutionen)?

  • Inwieweit trägt die Integration von Transdisziplinarität in universitäre Exzellenzstrategien zur Institutionalisierung bei?
    (Hintergrund bilden die Entwicklungen im Bereich der Deutschen Exzellenzinitiative und die Ausrichtung einiger geförderter Universitäten auf Transdisziplinarität)

  • Was bedeutet die Etablierung von transdisziplinärer Forschung an Universitäten für das Qualitätsverständnis von „guter Forschung“ und Evaluations- und Begutachtungsprozesse?  

Zielgruppen

Die Fachtagung, richtet sich an Akteure, die die Institutionalisierung von Transdisziplinarität an Universitäten vorantreiben oder daran Interesse haben:

  • Akteure von deutschsprachigen Universitäten, die auf Leitungsebene, im Wissenschaftsmanagement, der Forschung und Lehre mit dem Thema befasst sind
  • Akteure von Universitäten, die daran Interesse haben
  • Politische Akteure/Akteure von Stiftungen etc., die die Institutionalisierung von Transdisziplinarität an Universitäten (finanziell und ideell) bereits unterstützen oder dafür gewonnen werden sollten
  • Fördermittelgebende/ Projektträgern, die Verantwortung für dieses Themenfeldübernehmen
  • Sonstige Institutionen, die an der Institutionalisierung von Transdisziplinarität interessiert sind und Schnittstellen zur Gesellschaft darstellen

 

 

Zusatzinformationen / Extras

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