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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

"Aufbruch Stadt: Für zukünftige Infrastrukturen"

Trialog I - Aufbruch Stadt: Zuwanderung nach Berlin

Thema und Hintergrund

Die TU Berlin führt zusammen mit der HVGP im Jahr 2016 eine Trialog-Reihe
zum Thema „Aufbruch Stadt: Für zukünftige Infrastrukturen“ durch. Das Ziel
der Trialog-Reihe ist, städtische Handlungsfelder für transdisziplinäre
Forschungsfragen zu identifizieren.
Themen der Reihe sind Zuwanderung nach Berlin, Mobilität, Wachstum sowie
Intelligente Stadt. Am 4. Mai 2016 fand die erste Trialog-Veranstaltung der
Trialog-Reihe „Aufbruch Stadt: Für zukünftige Infrastrukturen“ zum Thema
Zuwanderung nach Berlin statt.

Teilnehmende

Es nahmen 51 Personen an dem Trialog teil, die 41 Organisationen und
Unternehmen vertraten.

Ergebnisse

Der Referenzrahmen Stadt bietet zahlreiche gemeinsame Ansatzpunkte für
Kooperationen zwischen Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen
Akteuren. Als wesentliches Handlungsfeld zeigte sich in der Diskussion die
Notwendigkeit, flexible Infrastrukturen für Zuwanderung zu gestalten.
Bedeutsam für die erfolgreiche Integration von Zuwanderern sind
Infrastrukturen in den Bereichen Wohnen, Bildung, soziale Netzwerke,
digitale Infrastrukturen und Beruf.

Städte sind Knotenpunkte von sozialen Netzwerken, in die Zuwanderer
migrieren. Das soziale Netzwerk ist häufig der erste Ausgangspunkt für
Inklusionsprozesse und den Zugang zu einer Erwerbstätigkeit. Das soziale
Netzwerk zeigte sich in diesen Zusammenhängen als ein relevantes
Forschungs- und Handlungsfeld.

Die Integration in die Alltagskultur wurde als ein weiteres wichtiges
Handlungsfeld identifiziert, bei dem auch die Rolle des Ehrenamtes eine
große Rolle spielt. Ein weiteres anschlussfähiges Thema für die
Herausarbeitung von Handlungsbedarfen bietet das Thema Souveränität. Es
kristallisierte sich als breiter Konsens der anwesenden Akteure heraus, dass
es für Migrantinnen und Migranten von zentraler Bedeutung ist, die
Entscheidungsgewalt über sich selbst und das eigene Leben zurückerobern zu
können. Die Kompetenzfeststellung von Zuwanderern stellte sich als ein sehr
relevantes Handlungsfeld heraus. Insbesondere für Flüchtlinge werden kurzbis
mittelfristig neue Modelle der Kompetenzfeststellung gebraucht, weil
vorige Ausbildungsabschlüsse oder Qualifikationen nicht entsprechend den
hiesigen Erfordernissen dokumentiert sind bzw. anerkannt werden können.
Zudem werden Modelle zur Integration in das Ausbildungssystem benötigt,
die noch fehlenden Sprachkenntnissen Rechnung tragen, ohne das klassische
duale Ausbildungssystem zu schwächen. Zur Erforschung von Integration in
den Arbeitsmarkt gehört auch die Frage, inwieweit Zuwanderer über ihre
Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer z.B. in Bezug auf
Vertragsklauseln, die zulässige Höchstarbeitszeit sowie Urlaubsansprüche
aufgeklärt sind.

Das größte Gewicht legten die Teilnehmer in der Trialog-Diskussion auf die
Themen Wissen und Information. Hier scheint der größte Handlungsbedarf zu
bestehen und hier werden die meisten Schnittstellen zu den vorhandenen
Kompetenzen und Ressourcen an der TU Berlin wahrgenommen. Gebraucht
wird eine Informationsplattform oder Datenbank mit gebündelten
Informationen für alle Beteiligten inklusive den Flüchtlingen. Eine besondere
Herausforderung stellt dabei die dynamische (digitale) Darstellung und die
Vermittlung von verschiedenen Wissensformen dar.


Ausführliche Informationen (Einladung, Agenda, Bericht)

 

 

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Trialog II - Aufbruch Stadt: Zukünftige Infrastrukturen für Mobilität

Thema und Hintergrund

Die Wahl des Themas „Zukünftige Infrastrukturen für Mobilität“ begründet
sich aus der intensiv geführten Diskussion um Mobilität in Berlin. Neben dem
Bevölkerungswachstum in der Stadt und den damit einhergehenden
Verdichtungen im Verkehr ist auch der zunehmende Radverkehr ein
drängendes Thema in der Stadt. Die Flächenaufteilung der Berliner Straßen
sollte nach Ansicht vieler Einwohner neu verhandelt werden. Emissionsschutz
und Klimapolitik gehören zum Themenfeld ebenso wie die Unterschiede
zwischen Stadtrand und Innenstadt und Veränderungen durch neue
Technologien im Mobilitätssektor.

Teilnehmende

An der am 30. Juni 2016 durchgeführten Trialog-Veranstaltung im Allianz
Forum in Berlin nahmen 52 Personen aus Politik, Unternehmenssektor,
organisierter Zivilgesellschaft und der Wissenschaft teil, die insgesamt 43
Organisationen und Unternehmen vertraten.

Ergebnisse

Im Trialog am 30. Juni wurde deutlich, dass Mobilität in der wachsenden Stadt
im Rahmen einer integrierten Stadt- und Raumplanung stattfinden sollte. Die
Probleme im Themenfeld Mobilität, wie zum Beispiel bei der Aufteilung der
Flächen für unterschiedliche Verkehrsteilnehmerinnen und
Verkehrsteilnehmer sowie die Planung kurzer Wege können ohne diese
integrierte Perspektive nicht gelöst werden. Zudem spielen Zukunftsfragen
wie Klimawandel, neue Antriebstechnologien und Digitalisierung sowie neue
gesellschaftliche Organisationsformen wie Sharingmodelle eine wichtige Rolle
im Kontext einer zukünftigen Mobilitätsstrategie in Berlin. Beim Trialog
konnten konkrete transdisziplinäre Handlungsfelder ermittelt werden. So
sollte Berlin Vorreiter einer Verkehrswende unter Einbezug der Bürgerinnen
und Bürger sein. Hierzu braucht es Konzepte zu gerechten
Flächenaufteilungen und für eine neue Mobilitätskultur. Weitere
Handlungsfelder wären die transdisziplinäre Erarbeitung von temporären
Konzepten für die Umnutzung und Mischnutzung von Raum und von
Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung sowohl in bestehenden als auch in
neuen Quartieren.

Ausführliche Informationen (Einladung, Agenda, Bericht)

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Trialog III - Aufbruch Stadt: Wohnen in der wachsenden Stadt

Thema und Hintergrund

Das Bevölkerungswachstum Berlins und die damit einhergehende städtebauliche
Verdichtung beschäftigt die Stadtgesellschaft und begründet die Wahl des Themas
„Wohnen in der wachsenden Stadt“. Die stark ansteigenden Miet- und
Grundstückspreise sind ein Streitthema in der Stadt und provozieren
Verteilungskonflikte um Wohn- und Bauraum. Zum Thema gehört auch der
Umgang mit politischen Zielkonflikten, zum Beispiel mit energetischen
Sanierungen, dem altersgerechten Umbau der Stadt und der Erhaltung einer
sozialen Mischung der Wohnbevölkerung.

Teilnehmende

An der am 01. September 2016 durchgeführten Trialog-Veranstaltung im Allianz
Forum in Berlin nahmen 50 Personen aus Politik, Unternehmenssektor, organisierter
Zivilgesellschaft und der Wissenschaft teil, die insgesamt 40 Organisationen und
Unternehmen vertraten.

Ergebnisse

Die Trialog-Diskussion war detailreich und verdeutlichte die Fragmentierung des
Themas über verschiedene politische Ebenen und die Herausforderung, in der
Auseinandersetzung, die sehr unterschiedlichen Interessen der Beteiligten zu
berücksichtigen. Die Teilnehmenden waren sich überwiegend einig, dass Wohnen als
eigenständiges Politikfeld anerkannt werden sollte. Es wurde deutlich, dass vielfältige
Formen der Beteiligung und Transparenz sowie Formate des Austausches wichtig
seien, um nachhaltig gemeinsame Lerneffekte zu erzielen. Beim Thema Bauen seien
viele Akteure gemeinsam auf der Suche nach neuen Herangehensweisen und viele
Lösungen könnten erst in der Praxis geschaffen werden.

Ein mögliches Anknüpfungsprojekt an die Trialog-Diskussion sahen die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Entwicklung eines „Atlas der Möglichkeiten“.
Dieser sollte aufzeigen, welche Vorteile die Förderung einer städtebaulichen
Durchmischung haben kann. Neben der Nutzung von Skalenvorteilen bei größeren
Bauprojekten sollten auch kleinere Akteure beteiligt werden, damit sich möglichst viel
kreatives und innovatives Potential entfalten kann. Außerdem sollen Instrumente und
Verfahren eruiert werden, welche zu einer integrierten Planung und
gewinnbringenden Partizipation relevanter Stakeholder beitragen. Es könnte eine
breite öffentliche Diskussion über das Thema Gemeinnützigkeit von Wohnen unter
Beteiligung der Wissenschaft angestoßen werden.

Ausführliche Informationen (Einladung, Agenda, Bericht)

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Trialog IV - Intelligente Stadt: Flexible Infrastrukturen für eine smarte Stadtentwicklung

Thema und Hintergrund

Städte sind die Orte der Zukunft – immer mehr Menschen weltweit werden zukünftig
in den urbanen Zentren leben. Dabei sind die städtischen Herausforderungen komplex
und brauchen Lösungen, die mit globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel,
weltweiten Wanderungsbewegungen und mit den Chancen und Risiken neuer
Technologien zusammen gedacht werden sollten. Mit dem vierten und letzten Trialog
der Reihe „Aufbruch Stadt: Für zukünftige Infrastrukturen“ wurden Thesen und
Fragestellungen zum Thema Intelligente Stadt: Flexible Infrastrukturen für eine
smarte Stadtentwicklung diskutiert und deren gesellschaftliche Relevanz erörtert. Im
Anschluss an die vorausgegangenen Trialoge der Reihe wurde die intelligente Stadt
insbesondere im Kontext der Themen Zuwanderung, Mobilität und Wohnen
betrachtet.

Teilnehmende

An der am 21. November 2016 durchgeführten Trialog-Veranstaltung im Allianz
Forum in Berlin nahmen 53 Personen aus Politik, Unternehmenssektor, organisierter
Zivilgesellschaft und der Wissenschaft teil, die insgesamt 40 Organisationen und
Unternehmen vertraten.

Ergebnisse

In der Trialog-Diskussion wurde zunächst darüber diskutiert, was unter dem Begriff
einer intelligenten Stadt verstanden werden kann. Drei Dimensionen einer
intelligenten Stadt haben in der Trialog-Diskussion besonderen Raum eingenommen:
die Governance von Städten, flexible Infrastrukturen und Digitalisierung.
Neue städtische Governanceformen stärken die Partizipation der Bewohnerinnen
und Bewohner. Auf Ebene der Kommune gilt es insbesondere, zeitgemäße Formate
der Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Dabei geht es nicht um ein endgültiges
Partizipationsverfahren für alle denkbaren Szenarien, sondern um ein partizipatives
Selbstverständnis in der städtischen Governancestruktur und neue
Kooperationsformen.

Angesichts der Notwendigkeit, in der wachsenden Stadt Infrastrukturen weiter
auszubauen, wurden im Trialog die Aspekte Flexibilität und Dezentralität als
Qualitäten von Infrastrukturen diskutiert.

Im Vordergrund der Diskussion über den Nutzen digitaler Infrastrukturen stand die
Einschätzung, dass mit der Digitalisierung insgesamt und einzelnen digitalen
Technologien irreversible gesellschaftliche Veränderungen angestoßen werden. Im
Trialog wurde deswegen deutlich, dass verschiedene Technologien und
Anwendungen stets auf ihren stadtpolitischen Mehrwert überprüft werden sollten.
Als eine zentrale Projektidee für eine transdisziplinäre Zusammenarbeit ging aus dem
Trialog hervor, die vom Senat beschlossenen zwölf Neubaugebiete in Berlin als eine
Chance zur Entwicklung neuer Leitmodelle für den Wohnungsbau zu nutzen. Neu
bedacht werden könnten zum Beispiel Aspekte wie die Nachhaltigkeit von
Baumaterialien und Versorgungsinfrastrukturen, integrierte Planung und technische
Möglichkeiten, sowie Elemente der Bauplanung wie Parkflächen und
Wohnungszuschnitte.

Ausführliche Informationen (Einladung, Agenda, Bericht)

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